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Hier ruht in Gottes Frieden
Adolf Freiherr von Pfretzschner
k. Staatsminister und
Staatsrath i. a. o. D.
geboren 15. August 1820.
gestorben 27. April 1901.
Sockel
Margaretha Fraccassini,
geb. Brendel,
Oberst-Justizraths-Wittwe,
geb. 7. Mai 1771,
gest. 24. April 1847.
19.13.27.
Ω
Fraccassini, Margaretha (vw) / Brendel (gb); 7.5.1771 – 24.4.1847 (München); Oberjustizrats-Witwe
Pfretzschner, Adolf von; 15.8.1820 – 27.4.1901; Staatsminister und Staatsrat
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* 15.8.1820
† 27.4.1901
Staatsminister und Staatsrat
Lokales.
München, 29. April.
Staatsminister Frhr. v. Pfretzschner †. Eine glänzende Trauerversammlung hatte sich am Montag Nachmittag 4½ Uhr im südlichen Friedhofe eingefunden, um dem Staatsrath und k. b. Staatsminister a. D. Adolf Frhrn. v. Pfretzschner die letzte Ehre zu erweisen. Se. k. H. der Prinz-Regent hatte zu seiner Vertretung den Generaladjutanten Generalleutnant v. Branca gesandt; Prinz Ludwig war durch Frhrn. v. Soden, Prinz Leopold durch seinen persönlichen Adjutanten Frhrn. v. Ow und Herzog Karl Theodor durch Frhrn. v. Perfall, Prinz Ludwig Ferdinand durch seinen Adjutanten Baron Godin vertreten. Ferner waren anwesend die Minister Dr. Graf v. Crailsheim, Dr. Frhr. v. Riedel, Frhr. v. Feilitzsch, General Frhr. v. Asch und Dr. v. Landmann. Vom Justizministerium waren die Ministerialräthe von Thelemann, Henle und Pohl zugegen, außerdem die sämmtlichen Staatsräthe im ordentlichen Dienste, die beiden Präsidenten der Kammer der Reichsräthe Graf v. Lerchenfeld und v. Auer, der k. Obersthofmeister Graf Castell-Castell, der württembergische Gesandte Frhr. v. Soden, der Generalkapitän der Hartschiere Graf Verri della Bosia, mehrere Reichsräthe, viele sonstige Würdenträger, Beamte und Offiziere. An der Spitze des imposanten Leichenzuges schritten zwei Hofoffizianten. Auf dem von Flambeauxträgern geleiteten, mit Schiffhut, Degen und den vielen Orden des Verstorbenen geschmückten Sarge befand sich der von dem Regenten gewidmete Kranz, sowie Kranzspenden des Staatsministeriums des Aeußern und des Stadtmagistrats München. Nach den nächsten Angehörigen, unter denen sich Generalmajor v. Schelhorn befand, folgte der Vertreter des Regenten, dem sich unmittelbar die Vertreter der kgl. Prinzen und die Minister anreihten. Die Aussegnung der Leiche nahm Kooperator Uffinger von St. Ludwig vor. Auf dem Grabe, über dem sich ein hoher Aufbau von Kränzen thürmte, waren u. A. noch Kranzspenden vom Gesammtministerium (seinem ehemaligen Vorsitzenden) und von den Staatsräthen im ordentlichen Dienst niedergelegt.
Münchner Neueste Nachrichten No 201. Dienstag, den 30. April 1901.