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14 – 8 – 23·24 (Pechmann)

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Hans
Freiherr von Pechmann
Staatsminister, † 1868.
Auguste
Freifrau von Pechmann
geb. Freiin von Imhof, † 1896.
Deren Kinder
Hans Oberleutnant † 1886
Therese, † 1891.
Eduard Major a. D. † 1918.
Anna, † 192¿
Auguste, geb. 17.2.1816, gest. 13.10.192¿

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Hans/Johann Nepomuk Freiherr von Pechmann

* 7.1.1809 (Vilsbiburg/Ndb.)
† 24.2.1868 (München)
Staatsminister

Allgemeine Zeitung (25.2.1868)

München, 24 Febr. König und Land haben einen schweren Verlust zu beklagen: der Staatsminister des Innern, Frhr. v. Pechmann, ist diesen Nachmittag gegen 2 Uhr sanft und ruhig entschlafen, nachdem er in den letzten Tagen schmerzliche Leiden zu erdulden gehabt. Unmittelbar auf die Kunde von dem Hinscheiden seines pflichttreuen Ministers sandte Se. Maj. der König den Flügeladjutanten Major v. Sauer an die so schwer betroffene Familie ab, um derselben sein Beileid ausdrücken zu lassen.

Joh. Nep. Frhr. v. Pechmann war geboren am 7 Jan. 1809 zu Vilsbiburg, wo sein Vater Landrichter gewesen war. Nach vollendeten Studien und jahrelanger Praxis erhielt er seine erste Anstellung am 12 Mai 1838 als Landgerichtsactuar zu Untergünzburg, und rückte am 30 Sept. desselben Jahrs zum zweiten Landgerichtsassessor daselbst vor. Am 16 Aug. 1839 wurde er erster Assessor am Landgericht Donauwörth, am 4 Nov. 1845 Landrichter in Berchtesgaden. Am 19 Aug. 1846 zur Verwesung der Stelle eines Polizeidirectors der Hauptstadt München berufen, wurde er schon am 12 Dec. desselben Jahrs dieser Stelle wieder enthoben und zum Landrichter in Landshut ernannt. In der schwierigen Zeit des Jahrs 1848 aber wurde er am 17 März als wirklicher Polizeidirector hieher zurückberufen, und bekleidete diesen Posten während der zwei drangvollsten Jahre bis 1 Juni 1850, wo er zum Regierungsrath bei der Kreisregierung von Niederbayern in Landshut ernannt wurde. Am 16 Jan. 1858 erfolgte seine Beförderung zum Regierungsdirector in Bayreuth, am 1 Mai 1863 seine Ernennung zum Regierungspräsidenten von Mittelfranken, und unterm 30 Juli 1868 zum Staatsminister des Innern. Er ist – das kann man mit voller Wahrheit sagen – das Opfer der Hingebung und Pflichttreue geworden, womit er sich der Erfüllung seiner dornenvollen Aufgabe gewidmet hat: er ist wie ein Soldat im Kampfe geblieben. Bayern hat in ihm einen seiner edelsten Männer und Charaktere verloren, einen Ehren- und Edelmann im vollsten Sinne des Wortes. Eine schwer heimgesuchte Wittwe und 7 Kinder weinen an seinem Grabe.

Allgemeine Zeitung Nr. 56. Augsburg; Dienstag, den 25. Februar 1868.



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