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6 – 13 – 27·28 (Irmischer · Preger)

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Die Grabinschrift ist nicht erhalten

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Dr. phil. Johann Wilhelm Preger

* 25.8.1827 (Schweinfurt)
† 30.1.1896 (München)
Evangelischer Theologe und Oberkonsistorialrat

Das Bayerland (1896)

Oberkonsistorialrat Dr. theol. Wilh. Preger. †

Wir geben unsern Lesern das Bild des vor wenigen Wochen plötzlich und unerwartet aus dem irdischen Leben abberufenen kgl. Oberkonsistorialrates Dr. Wilhelm Preger, einer hervorragenden Zierde der protestantischen Kirche in Bayern. Derselbe wurde geboren am 25. August 1827 als der Sohn eines Kaufmanns zu Schweinfurt, besuchte das dortige Gymnasium und bezog 1845 die Universität in Erlangen und Berlin, wo er sich, dem Drange seines Herzens folgend, dem Studium der Gottesgelehrtheit widmete. Nachdem er die Aufnahmsprüfung mit Auszeichnung bestanden hatte, trat er in das Predigerseminar in München ein. Im Jahre 1859 wurde er Religionslehrer an den drei Gymnasien in München, ein Amt, welches er 39 Jahre lang, zuletzt als Gymnasialprofessor am Wilhelmsgymnasum inne hatte; er erteilte auch den Religionsunterricht an der städtischen Handelsschule. Außerdem übte er reiche wissenschaftliche Thätigkeit, beginnend mit einer Geschichte der Lehre vom geistlichen Amte auf Grund der Geschichte der Rechtfertigungslehre, der bald ein zweibändiges Werk über den lutherischen Theologen Math. Flacius Illyrikus und seine Zeit folgt. Die Hauptarbeit seines Lebens war seit den sechziger Jahren fast ausschließlich dem Erforschen der deutschen mittelalterlichen Mystik gewidmet. Eine beträchtliche Zahl von größeren Abhandlungen in den Publikationen der Münchener Akademie der Wissenschaften behandelt einzelne Probleme aus diesen und benachbarten Gebieten, besonders aus der Geschichte der kirchlichen Politik Ludwig des Bayern. Die Resultate seiner Forschungen faßt Preger in seiner Geschichte der deutschen Mystik zusammen, von der drei Bände erschienen sind. Im Jahre 1868 wurde er zum außerordentlichen und im Jahre 1872 zum ordentlichen Mitglied der kgl. Akademie der Wissenschaften erkoren. Im Jahre 1874 ehrte ihn die theologische Fakultät Erlangen mit der Doktorwürde, und im Jahre 1890 wurde er in das Oberkonsistorium berufen und mit dem Verdienstorden des hl. Michael ausgezeichnet. Der Verstorbene war Mitbegründer und Mitglied der Vorstandschaft der Diakonissenanstalt. Im Jahre 1856 vermählte er sich, und sind der glücklichen Ehe 4 Kinder, zwei Söhne und zwei Töchter, entsprossen.

Das Bayerland Nr. 24. Illustrierte Wochenschrift für Bayerische Geschichte und Landeskunde. München; 7. Jahrgang 1896.

Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München (1983)

Preger Johann Wilhelm, Dr. phil., 1827 (Schweinfurt) – 1896, evangelischer Theologe, Historiker, Oberkonsistorialrat und Gymnasialprofessor; seit 1851 Studienprofessor für Religion und Geschichte in München, 1868 außerordentliches und 1875 ordentliches Mitglied der BAkdW und 1890 Oberkonsistorialrat, war P. ein verdienter, aber etwas einseitiger Erforscher der deutschen Mystik; seit 1875 Mitglied der BAkdW, seit 1890 Mitglied des Oberkonsistoriums; P. ist bekannt vor allem durch seine Schriften über die altdeutsche Mystik im 13. und 14. Jahrhundert und die Geschichte der Mystik im Mittelalter, 3 Bde.; sie repräsentieren den Vor-Denifleschen Stand der protestantischen Mystikforschung; H. S. Denifles neuen Erkenntnissen hat sich P. zeit seines Lebens verschlossen, doch sehen wir heute seine Leistung in einem günstigeren Licht als die unmittelbar im Bann Denifles stehende Forschung.

Andere Werke: M. Flacius Illyricus; am beliebtesten ist sein »Lehrbuch der Bayerischen Geschichte«, das, neubearbeitet von Otto Kronseder, heute noch ein übersichtliches Handbuch für die bayerische Geschichte ist.

© Dr. Max Joseph Hufnagel: Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München. Zeke Verlag; 4. Auflage. Würzburg, 1983.



© Reiner Kaltenegger · Gräber des Alten Südfriedhofs München · 2007-2026


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