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6 – 1 – 54·55 (Rattenhuber · Schödtl)

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Die Grabinschrift ist nicht erhalten

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Therese Schödtl (vw)

† 25.6.1901 (München), 68 Jahre alt
Rentiers-Witwe

Münchner Neueste Nachrichten (7.12.1901)

Lokales.

München, 6. Dezember.
Waisenhaus-Stiftung. Der k. Regierungsrath Schödtl theilte dem Magistrat mit, daß er, entsprechend einem Wunsche seiner am 25. Juni verstorbenen Mutter, Frau Therese Schödtl, die Summe von 5000 M. zu dem Zweck zur Verfügung stelle, daß hiemit für das katholische Waisenhaus eine Aussteuer-Preisstiftung errichtet werde. Die Zinsen der 5000 M. soll alljährlich ein braves Waisenmädchen nach dreijähriger gut verbrachter Dienstzeit in Form eines Sparkassenbuches erhalten. Im Verwaltungssenat wurde für diese edle Stiftung auf Antrag des Rechtsraths Heilgemayr der wärmste Dank erstattet. Bei dem Anlasse erklärte Rechtsrath Heilgemayr als Referent über das städtische Waisenhaus, daß Vermächtnisse zu dieser Anstalt immer willkommen sind, da die Anstalt für die Zöglinge so viel zu leisten hat, daß die sämmtlichen Zinsen des an sich bedeutenden Vermögens aufgebraucht werden. Aehnlich liegt die Sache beim Heiliggeistspital, in dem die große Anzahl der Pfründner nur dadurch unterhalten und verpflegt werden kann, daß außer den Zinsen des Anstaltsvermögens die Erträgnisse des Forstes Kasten verwendet werden.

Münchner Neueste Nachrichten No. 568. Samstag, den 7. Dezember 1901.



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