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REQUIESCANT A LABORIBUS SUIS
HIER RUHEN IN GOTT
EDMUND NEUNER WEINHÄNDLER
GEB. 9. FEBR. 1828 GEST. 26. SEPT. 1905.
CLOTILDE SIEBZEHNRÜBL GEB. NEUNER
GEB. 2. MÄRZ 1889 GEST. 4. DEZ. 1917
DORIS NEUNER GEB. METZGER
GEB. 18. DEZ. 1860 GEST. 21. DEZ 1928
WILHELM NEUNER WEINGROSSHÄNDLER
GEB. 28. AUG. 1857 GEST. 31. OKT. 1941
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Neuner, Doris (vh) / Metzger (gb); 18.12.1860 – 21.12.1928 (München); Weinhändlers-Gattin
Neuner, Wilhelm; 28.8.1857 – 31.10.1941; Weingrosshändler
Siebzehnrübl, Clotilde (vh) / Neuner (gb); 2.3.1889 – 4.12.1917
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* 18.12.1860
† 21.12.1928 (München)
Weinhändlers-Gattin
Bestattungen
Ein Familiengrab im Südfriedhof nahm die Weinhändlersgattin Doris Neuner, geb. Metzger, auf. Zahlreiche Leidtragende, besonders aus den Kreisen der Bürgerschaft, nahmen an der Trauerfeier teil. Der amtierende Geistliche verband mit der kirchlichen Handlung erhebende Trostesworte. Die Kapelle Ehrmann spielte Choräle. Reicher Blumenschmuck bedeckte die Ruhestätte der gütigen Frau, der treubesorgten Gattin und Mutter.
Generalanzeiger der Münchner Neuesten Nachrichten Nr. 352. Donnerstag, den 27. Dezember 1928.
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* 9.2.1828
† 26.9.1905 (München)
Weinhändler
Lokales.
München, 26. September.
Todesfall. Edmund Neuner sen., ein bekannter und geachteter Münchener Bürger, ist in der Nacht von gestern auf heute hier gestorben. Der joviale alte Herr erfreute sich bis vor einem halben Jahre neidenswerter Rüstigkeit und Gesundheit, dann ergriff ihn plötzlich ein Herzleiden, das ihn aufs Krankenlager warf. Eine vorübergehende Besserung gestattete ihm längeren Aufenthalt auf seinem Gute in Reichenhall, kurz nach der Rückkehr hierher ist er nun, fast 78 Jahre alt, der Alterskrankheit erlegen.
Edmund Neuner sen. war Teilhaber der weithin bekannten Weingroßhandlung Edmund Neuner & Co., die er 1854 begründete und, nachdem seine vier Söhne herangewachsen waren, mit diesen bis zu seiner Erkrankung weiterführte. Die Firma, die mit dem Hoflieferantentitel ausgezeichnet ist, wurde aus kleinen Anfängen heraus namentlich durch seine Initiative und Arbeitsfreudigkeit groß. Neuner hielt sich zur ultramontanen Richtung mit Gründung der Patriotenpartei und spielte zur Zeit der ultramontanen Rathausmajorität eine bedeutsame Rolle. In der inneren Stadt als ultramontaner Gemeindebevollmächtigter gewählt. war er Mitglied des Finanzausschusses der Bevollmächtigten und zeitenweise auch erster Schriftführer. Auch im Bureau des Kollegiums war Neuner, der als Ersatzmann für Schultes zum oberbayerischen Landrate gewählt wurde. Die Gemeindewahlen 1884 bis 1890 brachen die ultramontane Rathausmajorität; seit der Zeit schied Neuner aus dem politischen Leben. In Bürgerkreisen war Neuner allezeit eine gerne gesehene Persönlichkeit; der Bürgersängerzunft gehörte er seit über fünfzig Jahren als Sänger an. Das schwere Amt eines Kassiers des Bayerischen Sängerbundes bekleidete er 38 Jahre lang. Schon seit 1848 war er ein tätiger Freund der Turnerei; er ist Mitglied des Turnvereins München von 1860 und war im M.-T.-V. München aktiv bis ins hohe Alter; die Hauptschützengesellschaft zählte Neuner zu ihren ältesten Mitgliedern, die Freiwillige Feuerwehr ehrte ihn als Gründungsmitglied. Dem Vaterlande hat Edmund Neuner in den Kriegsjahren 1870/71 gute Dienste getan als Pfleger der Verwundeten am Bahnhof. Zwei mal war Neuner zu jener Zeit mit Liebesgaben in Frankreich. Die Medaille für Nichtkombattanten wurde dem opferfreudigen Bürger als Auszeichnung verliehen.
Münchner Neueste Nachrichten No 450. Mittwoch, den 27. September 1905.